„Zukunftswerkstatt“ der SPD: Holsterhausen hat sich erneut bewegt!

„Holsterhausen gestalten“ hat die SPD-Fraktion ihre Veranstaltung überschrieben, die am 16. Mai  um 18 Uhr im Heinz-Westphal Haus an der Dorstener Straße stattfand. Entwicklungsperspektiven für das Heinz-Westphal-Haus, der geplante Quartierspark an der Klosterstraße und natürlich die Zukunft des Horststadions standen auf der Tagesordnung. Der überwiegenden Anzahl der rund 200  erschienenen Bürger ging es in erster Linie um das Horststadion.

An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal bei den Organisatoren, dass der Punkt Horststadion, entgegen der ursprünglichen Absicht, als erstes behandelt wurde. Die zahlreich erschienen Kinder der Spvg. Arminia Holsterhausen mussten somit nicht noch länger „stillsitzen“, als es die eineinhalbstündige Diskussion über dieses brisante Thema ohnehin erforderte.

Der SPD Fraktionsvorsitzende Udo Sobieski, der von den Holsterhauser Bürgern mehrheitlich als ihr Vertreter in den Rat der Stadt gewählt wurde, erklärte, dass es wegen des Widerstandes in der Bevölkerung, entgegen früheren Planungen, bis 2020 keine Entscheidung gegen das Horststadion geben werde. Dann werde erneut die Situation geprüft, beraten und beschlossen.

Der Fraktionsvorsitzende und auch der zuständige Dezernent, Johannes Chudziak, betonten, dass die im Haushaltsplan der Stadt Herne für 2020 eingestellten  Mittel für das Horststadion in Höhe von 200.000,- Euro nicht ausreichten, da ein Kunstrasenplatz 600.000,- Euro und Kunstrasen plus Laufbahn bis zu 2 Millionen Euro kosten würde. Nach Intervention des BI-Sprechers Rolf Bremer, der von 327.000,- Euro für das Haushaltsjahr 2020 wusste, korrigierten Politik und Verwaltung ihr Versehen und bestätigten diese Summe.

Im weiteren Verlauf brachten zahlreiche Bürger und BI-Mitglieder stichhaltige Gründe für Erhalt und Modernisierung vor. Der Forderung, noch vor der Kommunalwahl 2020, weitere Finanzmittel für das Haushaltsjahr 2021 einzustellen, wurde mit Hinweis auf die schlechte Herner Finanzsituation begegnet. Ob der Hinweis aufgegriffen wird, nach Fördertöpfen bei Land, Bund und EU zu forschen, bleibt abzuwarten. Über die Wichtigkeit des Horststadions für den Vereins-, Schul- und Freizeitsport sowie als Grünfläche und Bürgertreffpunkt waren sich letztendlich aber alle einig.
Der Holsterhauser SPD-Ortsvereinsvorsitzende und BI-Mitglied Heinz Schmidt sprach sich deutlich für Kunstrasen und Tartanbahn aus. „Wir brauchen beides: Laufbahn und Fußballplatz, aber gebt der Politik auch die nötige Zeit“. Dass sich diese Zeit für uns Bürger schon viel zu lange hinzieht, wurde mehr als deutlich.

Das Schlusswort des Fraktionsvorsitzenden Udo Sobieski stimmt zuversichtlich:

„Es wird keine Entscheidung über das Horststadion gegen den Willen der Bürger und des Vereins geben“

Abschließend bleibt festzustellen, dass diese Veranstaltung „BÜRGEROFFENE ZUKUNFTSWERKSTATT“ von den Holsterhauser Bürgern großartig angenommen wurde. Trotz des übervollen Saales wurde engagiert, kritisch und fair miteinander diskutiert. Auch die anderen Themen konnten, zwar nicht in der Ausführlichkeit wie das Thema Horststadion, aber doch inhaltlich ebenso anspruchsvoll behandelt werden.

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