WAZ vom 24.05.2019: "Horststadion: Herner Linke sieht ein Wahlkampfmanöver"

Die Signale von SPD und CDU zur Rettung des Horststadions seien ein Wahlkampfmanöver, kritisiert die Linke in Herne. Das sind die Argumente.

Die Linke-Ratsfraktion kritisiert die Stellungnahmen von SPD und CDU zur Zukunft des Horststadions und wirft Rot-Schwarz ein Wahlkampfmanöver vor.

Wie berichtet, haben zunächst SPD und anschließend die CDU signalisiert, dass die Sportanlage in Holsterhausen modernisiert werden soll und einen Kunstrasenplatz erhalten soll. Linke-Ratsfrau Corinna Schönwetter erinnert daran, dass Rot-Schwarz 2016/17 am „runden Tisch Fußballsport“ die Sportplätze Wiesenstraße und Gartenstraße (Horststadion) habe zusammenlegen wollen, um das Areal des Horststadions für Wohnbebauung „zu verwerten“. Die Linke habe sich schon damals dagegen ausgesprochen.

Lob für die Bürgerinitiative Horststadion

Ausdrückliches Lob gebühre der Bürgerinitiative Horststadion, die die Koalitionäre immerhin dazu gebracht habe, die Entscheidung für eine Schließung auf einen Zeitpunkt irgendwann nach der Kommunalwahl 2020 zu verschieben. Der Vorgang zeige, dass der aktive Einsatz von Einwohnern für berechtigte Interessen auch kommunalpolitisches Handeln beeinflussen könne.

„Dass allerdings jetzt, eine Woche vor der Europawahl, SPD und CDU aus dem Nichts heraus eine 100-Prozent-Kehrtwende vollziehen, lässt vermuten, dass es sich dabei um ein übliches ,Wahlversprechen’ handelt“, erklärt Corinna Schönwetter. Ohne die Europawahl wären SPD und CDU nicht auf die berechtigten Interessen der Bürgerinitiative und der meisten Einwohner in Holsterhausen eingegangen, glaubt Linke-Bezirksverordneter Detlef Nötzel.

Außer Absichtserklärungen liege bisher jedoch nichts vor, so die Linke. Die Fraktion kündigt an, nun Anträge in Sachen Horststadion einzubringen und Rot-Schwarz „dazu zu zwingen, nicht nur zu reden, sondern auch zu handeln“.

 

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